Donnerstag, 27. September 2012

Eva Völler - Zeitenzauber: Die magische Gondel





Eva Völler - Zeitenzauber: Die magische Gondel







Klappentext:

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen..

Was für ein Buch - ich habe es in einem Rutsch gelesen und konnte mich nur mühsam zwingen, ab und zu eine Pause einzulegen.

Ich habe ja schon eine ganze Menge Zeitreiseromane gelesen, aber dieses hier ist ein absolutes Highlight in diesem Genre!

Das fängt schon mit dem Cover an: es ist wunderschön gestaltet, geheimnisvoll und einladend. Den Schutzumschlag muss man einfach anfassen, er fühlt sich einfach toll an. Ich mag ja auch Ebooks, aber dieses Buch sollte man sich als Printausgabe ins Regal stellen.

Aber nun zum Inhalt:
Als die Welt vor Annas Augen wieder klar wird, ist nichts mehr so, wie es war... nicht nur, dass sie splitterfasernackt ist, auch die Umgebung hat sich verändert. Sie ist zwar noch in Venedig, aber nicht mehr in ihrer Zeit! Sie ist im 15.Jahrhundert gelandet und das ist alles natürlich ziemlich verwirrend. Es gibt aber Menschen, die sich um sie kümmern, die wissen, aus welcher Zeit sie kommt. Besonders interessant fand ich hier, dass Anna keine modernen Wörter benutzen kann. So wird zum Beispiel aus dem Wort "Klo" "Abtritt" und wenn sie über ihre Zeit reden will, dann kommt einfach kein Wort über ihre Lippen.

Natürlich versucht sie alles um wieder in ihre Zeit zu kommen, aber das ist nicht so einfach. Es gibt viele Schwierigkeiten, die sie überwinden muss. Ich habe bis zum Ende mit ihr gefiebert.


In diesem Buch habe ich alles gefunden, was ein gutes Buch für mich ausmacht:

Spannung - wirklich von Anfang bis Ende

Humor - ich habe zwischendurch laut gelacht (Eva Völler scheint Greys Anatomy sehr zu mögen, das ist schon das zweite Buch, in dem diese Serie eingebaut wird)

Liebe - aber nicht zu kitschig

liebenswerte Figuren - sie sind wundervoll beschrieben, man sieht sie förmlich vor sich

eine tolle Kulisse - Venedig scheint wirklich eine tolle Stadt zu sein, jetzt will ich auch mal dahin :) Die Stadt ist so gut beschrieben, dass ich sogar den Geruch der Kanäle in der Nase hatte (pfui!)

Geschichte - Das Buch ist voller historischer Fakten, die locker und leicht aufbereitet werden. Ich wusste bisher auch nicht, wie man in Venedig ein Haus baut.. Auch die Erklärungen zu den italienischen Begriffen fand ich sehr passend.

eine schöne Sprache - Eva Völler hat einen wundervollen Schreibstil, leicht zu lesen, aber nie gewöhnlich



Das Buch ist als Jugendbuch konzipiert, der Verlag schreibt "ab 14 Jahren". Aber es ist ein Buch, was gleichermaßen Jugendliche und Erwachsene begeistern wird.


Wer noch mehr von Eva Völler lesen möchte, dem empfehle ich ihre historischen Romane, die sie unter ihrem Pseudonym Charlotte Thomas geschrieben hat. Der König der Komödianten ist da eines meiner absoluten Lieblingsbücher!






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