Sonntag, 26. August 2012

Immer wieder Sonntags #3

Hier also mein Wochenrückblick Kalenderwoche 34/2012:

|Gesehen| Rapunzel - Neu verföhnt, Selbst ist die Braut, Die Stunde des Siegers, Die Kirche bleibt im Dorf (im Kino)
|Gelesen| Pinguinwetter von Britta Sabag, Sportzeitungen zur 1.Bundesliga :)
|Gehört| Ipod auf der Fahrt mit gemischter Musik, Hörbuch von Katie MacAlister "Ein Vampir in schlechter Gesellschaft"(Dark Ones 8)
|Getan| Gearbeitet, geschwommen, ins Kino gegangen, in der Therme gewesen, bei meinen Eltern geputzt, mit meinen Töchtern abgehangen....
|Gegessen| zu viel, wie immer :)
|Getrunken| Wasser, Wein
|Gedacht| Dass zwei meiner Kinder jetzt ausziehen - komisches Gefühl
|Gelacht| Gestern im Kino - der Film war soooo lustig
|Gefreut| Über das wunderschöne Wochenende
|Geärgert| Dass meine Jüngste gerade wegen so ein paar ätzenden Gören leiden muss
|Gewünscht| Dass auch mein Umzug klappen wird
|Gekauft| zwei DVD
|Geklickt| Facebook, Audible, Amazon

Petra Schier - Das Haus in der Löwengasse






 Petra Schier, Das Haus in der Löwengasse










Klappentext:
"1823. Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße - mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste.

Dann kommt ihr das Glück zuhilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?"


Petra Schier ist eine meiner Lieblingsautorinnen und es ist nicht übertrieben, wenn ich sage, dass ich bisher noch kein Buch von ihr gelesen habe, was mir nicht gefallen hätte. Ja, ich mag sogar ihre Hunderomane, obwohl ich gar nicht so ein Hundetyp bin ;) Aber noch mehr liebe ich ihre historischen Romane und ihre neue Serie "Spionin wider Willen".

Jetzt begibt Petra Schier sich erneut auf ein neues Terrain, das vorliegende Buch spielt in einer ganz anderen, nicht weniger spannenden Zeit - im 19.Jahrhundert.

Wir lernen die 23jährige Pauline Schmitz kennen (und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen) - sie ist im Hause ihres Onkels aufgewachsen, der ihr eine sehr gute Erziehung ermöglicht hat. Nun ist sie zwar gebildet, aber unverheiratet und nach dem Tod des Onkels erbt ein Cousin dessen Vermögen. Ihre Anstellung als Gouvernante in Bonn scheint ihr erst einmal eine gute Zukunft zu bieten, aber am Ende landet sie sogar im Gefängnis. Dieses Ende ist aber zugleich ein neuer Anfang und Pauline erweist sich nicht nur als klug, sondern auch als zäh mit einem sehr starken Durchhaltevermögen. Sie wird nämlich eine einfache Magd und das bedeutet Knochenarbeit, die sie bisher gar nicht gewöhnt ist.

Und dann taucht Julius Reuther auf, ein alleinstehender Fabrikant, der zwei ziemlich wilde Kinder hat, die eine feste Hand brauchen. Er stellt sie als Gouvernante ein und damit verändert sich ihr Leben noch einmal.

Viel mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht sagen, denn es lohnt sich, es selber herauszufinden.

Wie in all den anderen Büchern schafft es Petra Schier, die Figuren lebendig werden zu lassen. Vor meinen Augen habe ich die starrköpfige, redegewandte Pauline gesehen, den Fabrikanten Julius, der so einiges mit sich herumschleppt, die Kinder, die zwar unerzogen aber trotzdem liebenswert sind und die anderen Nebenfiguren, die trotz ihrer manchmal kleinen Rollen nicht blass bleiben.

Auch ist es Petra Schier wieder einmal gelungen, die Geschichte in einen interessanten historischen Rahmen zu setzen. Der Alltag im 19.Jahrhundert in den verschiedenen Gesellschaftsschichten wird sehr anschaulich und spannend dargestellt.

Man kann sich von diesem Buch wunderbar unterhalten lassen - ich habe es in einem Rutsch durchgelesen (es war eine lange Autofahrt mit mehreren dicken Staus). Ich bin mir aber sicher, dass ich es noch einmal langsamer lesen und es dann richtig genießen werde.






Sonntag, 19. August 2012

Immer wieder Sonntags #2

Hier also mein Wochenrückblick Kalenderwoche 33/2012:


|Gesehen| Girls, Girls, Girls (Elvis Film), Das zehnte Königreich, Du schon wieder, Hairspray, tolle Frauen auf einer schönen Party :)
|Gelesen| Shades of Grey Band 1
|Gehört| viel Radio und gerade Sting :)
|Getan| im Büro geschwitzt, mit Freundinnen getroffen, Hausarbeit erledigt, auf einem schönen Geburtstag gewesen, netten Übernachtungs- und Frühstücksbesuch gehabt, und - nicht zu vergessen- wieder schwimmen gewesen (750m)
|Gegessen| zu viel, u.a. gestern lecker Geburtstagsbuffet
|Getrunken| Kaffee und gefühlte 100l Wasser.....
|Gedacht| dass mein Leben ganz schön abwechslungsreich ist und ich keine Langeweile kenne
|Gefreut| dass meine Kinder langsam flügge werden und dass sie ganz gut gelungen sind :D
|Geärgert| über nix
|Gewünscht| dass mein Sohn die Wohnung bekommt, die er sich angesehen hat
|Gekauft| DVD Drei Männer im Schnee, Buch Lara Adrian Erwählte der Ewigkeit
|Geklickt| Dawanda, Jadeblüte, Herzgedanke

Sonntag, 5. August 2012

Immer wieder Sonntags #1



Ich suchte eine Alternative zum Freitagsfüller, da fiel mir ein Wochenrückblick auf dem Blog von Jadeblüte auf, den auch sie gerade erst eingeführt hat :)


Hier also mein Wochenrückblick Kalenderwoche 31/2012:

|Gesehen| Lost in Austen, Stolz & Vorurteil, Natürlich Blond, Olympische Spiele, Ein perfekter Ehemann
|Gelesen| Liebe auf den letzten Blick von Lilli Beck und Die Tochter des Münzmeisters von Marion Henneberg
|Gehört| Die lieblichen Stimmen meiner reizenden Kollegen :D
|Getan| Gearbeitet, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad umgeräumt, mit Freundinnen getroffen
|Gegessen| zu viel (wie immer :( )
|Getrunken| Wasser, Kaffee, Fassbrause, Weisswein, Sekt
|Gedacht| Mir geht es ganz schön gut :)
|Gefreut| Auf meine beiden Großen, die ich zwei Wochen nicht gesehen hatte und auf meine beiden "Kleinen", die ich vier Wochen nicht gesehen hatte
|Geärgert| Wieder keinen Sport gemacht
|Gewünscht| Dass es mit der Wunschwohnung klappt
|Gekauft| DVD "Das zehnte Königreich", Pride and Prejudice (2003), Die Stunde des Siegers
|Geklickt| Lilli Beck, Marion Henneberg, Lovelybooks, Jadeblüte







Samstag, 4. August 2012

Lilli Beck - Liebe auf den letzten Blick








Lilli Beck - Liebe auf den letzten Blick








Klappentext

Trau keinem unter 60! Vier Umzüge und ein Todesfall: Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, um dem drohenden Seniorenheim zu entrinnen. Doch offensichtlich ist man mit 60 nicht viel schlauer als mit 20, und der schöne Plan schlägt fehl. Statt in der Oldie-Idylle finden sich die vier plötzlich im Mehrgenerationen-Chaos wieder. Und dass die Hormone genauso verrückt spielen wie früher, merken sie nicht nur an Hitzewallungen. Machen wir uns nichts vor: Eher bricht der Weltfrieden aus, als dass eine Frau über fünfzig noch einen Mann findet. Wer in dem Alter noch frei rumschlurft, braucht höchstens eine Krankenschwester. Eigentlich sind die vier die perfekte Besetzung für das, was sie vorhaben: Mathilde Opitz, patente Chefbuchhalterin in Frührente, die gut konservierte Star-Stylistin Irma, der gemütliche Gustl, der endlich den Tod seiner Frau überwinden will, und die lebenslustige Amelie, die ihm nur zu gern dabei behilflich wäre. Sie bringen alles mit, was eine WG in ihrer Altersklasse braucht: Erfahrungen mit den Kommunen der 68er, Kochkünste und die Erkenntnis, dass Altwerden nichts für Feiglinge ist. Und schließlich sollte man mit sechzig doch so abgeklärt sein, dass das Zusammenleben leichter fällt als in Sturm-und-Drang-Zeiten. Doch im Gegenteil: Schon bald gerät die WG in die Krise, und Mathilde ist auf der Suche nach zahlungskräftigen Mitbewohnern. Ausgerechnet dann taucht ein Mann auf, der sie so begeistert, dass ihr ihre Hitzewallungen wie Kinderkram erscheinen. Allerdings ist der noch nicht einmal fünfzig ... Aber geht der Trend nicht zum jüngeren Mann? Charmant und unglaublich komisch erzählt Lilli Beck von WG-Liebschaften, vergessenen Haschkeksen, altersbedingter Sturheit und anderen Problemen ihrer Golden Girls.



Was für ein schönes Buch!

Heute Morgen wollte ich nur einen ganz kleinen Blick hinein werfen.... Heute Mittag hatte ich es dann schon aus... Ich habe die knapp 290 Seiten an einem Stück verschlungen.

Mathilde hat massive Probleme mit dem Älterwerden, aber zum Glück hat sie ja ihre Freundinnen, die ihr beistehen und ihre ganz eigenen Methoden haben, mit dem Alter umzugehen.
Wer aber glaubt, dass in dieser Senioren-WG gesetzte Alte am Kachelofen sitzen und Geschichten von früher erzählen, der irrt gewaltig. Hier ist ziemlich viel Leben und schon bald geht es drunter und drüber. Die einzelnen Figuren werden so liebevoll beschrieben, dass man sie bald ins Herz geschlossen hat und mit ihnen bis zum Schluss mitleidet und mitfiebert.

Lilli Beck beschreibt mit viel Humor (der niemals platt ist), was im Alter alles so passieren kann - ich bin irgendwie froh darüber und hoffe, dass ich mit 60 auch so sein kann (wobei ich dann gerne eine Mischung aus allen sein will ;) )

Eine wunderbar leichte Lektüre, die man gar nicht weglegen kann!

Marion Henneberg - Die Tochter des Münzmeisters





Marion Henneberg - Die Tochter des Münzmeisters







Klappentext:

Goslar im Jahr 1056: Die junge Hemma, Tochter des Vogts der Goslarer Kaiserpfalz, muss nach dem Tod des Vaters durch die Hand eines abgewiesenen Verehrers und der Enteignung der Familie aus Not den Sohn des örtlichen Münzmeisters heiraten. Bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt sie.

16 Jahre später ist ihre Tochter Henrika zu einer schönen, jungen Frau herangewachsen. Zusammen mit ihrem Vater lebt Henrika ein abgeschiedenes Leben in Goslar, das zunächst unberührt bleibt von den Aufständen der unterdrückten sächsischen Bevölkerung gegen Heinrich IV. Doch das friedliche Leben des Münzmeisters und seiner Tochter wird jäh gestört, als ein Gesandter des Königs, Randolf von Bardolfsburg, eine Nachricht überbringt, die alles verändert: Nach dem Willen des salischen Königs soll Henrika einen Mann heiraten, dessen Vater die Schuld am Unglück ihrer Familie trägt! Und die junge Frau muss sich auf einmal der Vergangenheit stellen – denn der Mörder ihres Großvaters hat seinen Hass auf ihre Familie nicht vergessen.


Vor einiger Zeit  hatte ich das Vergnügen, bei einer Leserunde mit Marion Henneberg mitzumachen. Da sie diese schon beim letzten Mal so toll begleitet hatte, habe ich mich wieder angemeldet. 
Wie so eine Leserunde abläuft? Das Buch wird in verschiedene Abschnitte eingeteilt und dann haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Kommentare abzugeben, Kritik zu äußern  und Fragen zu stellen. Marion Henneberg hat Bilder zu einzelnen Abschnitten eingestellt, damit man sich richtig schön einstimmen konnte :) Sie hat jede einzelne Frage ausführlich beantwortet und sich viel Zeit für unsere Runde genommen, dafür gebührt ihr ein richtig dickes Dankeschön :)

Aber nun zum Buch selber:
Vorneweg sei gesagt, dass dieses Buch nichts für Leute ist, die nur eine romantische Liebesgeschichte vor historischer Kulisse erwarten. Dieses Buch ist viel mehr lebendig gewordene Geschichte, in der es auch eine Liebesgeschichte gibt ;) Im Mittelpunkt steht der Sachsenkrieg um Heinrich IV, Die politischen Ereignisse werden detailliert dargestellt, sind aber auch manchmal etwas verwirrend - mir hat da die Homepage von Marion Henneberg sehr geholfen, auf der man die Hintergründe zu den historischen Personen, Ereignissen und Stätten nachlesen kann. 
Schon der Prolog zieht den Leser mitten hinein in das 11.Jahrhundert, der dann auch bis zum Ende nicht mehr losgelassen wird. Die Geschichte um Henrika, einer jungen, aber starken Frau, ist äußerst spannend erzählt und mit den historischen Begebenheiten wunderbar verknüpft. 
Mir haben besonders gut die Rückblenden gefallen, die immer wieder eingestreut werden und in denen die Geschichte Hemmas erzählt werden. Es ist wie ein Mosaik, immer wieder kommen neue kleine Steinchen dazu, die das Gesamte bilden. 

Ich möchte dieses Buch gerne jedem ans Herz legen, der Interesse an deutscher Geschichte hat, der Freude an einer schönen Sprache hat, Buchfiguren gerne ganz nahe kommt und der es mag, wenn historische Ereignisse und fiktive Elemente verknüpft werden!