Samstag, 4. Juni 2011

Liv Winterberg - Vom anderen Ende der Welt





Liv Winterberg - Vom anderen Ende der Welt






Klappentext:
England, spätes 18. Jahrhundert: Von ihrem Vater, einem Arzt und Wissenschaftler, zur Botanikerin ausgebildet, träumt die junge Mary Linley davon, die Welt zu bereisen. Doch als sie nach dem Tod des Vaters verheiratet werden soll, sieht sie nur eine Möglichkeit, ihrer Berufung zu folgen. Sie gibt sich als Mann aus, um an Bord der Sailing Queen im Stab des Botanikers Sir Carl Belham auf Expeditionsfahrt zu gehen. Die Lebensbedingungen auf See erschüttern sie, denn Entbehrungen, Krankheiten und Tod prägen den Alltag. Dennoch glaubt sie, ihr Ziel erreicht zu haben: Sie erkundet fremde, faszinierende Länder. Erst durch die Liebe zu Sir Carl Belham erkennt sie, dass sie sich für ihre Ideale selbst verleugnet ...


Auf der Seite von DTV steht, dass dieses Buch inspiriert vom Leben der französischen Botanikerin Jeanne Baret wurde. Solche Bücher mag ich ja besonders gerne: historische Romane mit einem authentischen Hintergrund. Hinzu kommt hier, dass dieser Roman in einer wunderschönen Sprache geschrieben ist, die einen ganz schnell ins 18. Jahrhundert zieht.  Ein Buch für alle Sinne, man sieht das Schiff und die Länder förmlich vor sich, hört die rauen Stimmen der Matrosen und manchmal scheint man sogar die beschriebenen Gerüche in die Nase zu bekommen (was gerade auf dem Schiff nicht immer schön ist...) Ein Buch der Gegensätze, das harte beengte Leben auf dem Schiff und auf der anderen Seite die berauschende Schönheit der unterschiedlichen Länder. Man hofft und bangt mit Mary mit, fühlt ihre Angst vor der Entdeckung und ihre heimliche Liebe zu dem Expeditionsleiter. Ich habe vor allem ihre Kraft, ihren Mut und ihre Stärke bewundert.

Ein wirklich wunderschönes Buch!

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