Mittwoch, 20. April 2011

sehr gut





Anja Jonuleit, Herbstvergessene







Klappentext: 
Drei Frauen, drei Leben 
Für eine Versöhnung ist es zu spät: Zehn Jahre lang hat Maja Sternberg keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter Lilli gehabt - jetzt ist Lilli tot. Die Polizei in Wien spricht von Selbstmord. Doch daran mag Maja nicht glauben. In der Wohnung ihrer Mutter findet sie deren Geburtsurkunde: Der Name des Vaters fehlt. Als Geburtsort ist Hohehorst eingetragen. Ein Foto zeigt Großmutter Charlotte mit einem Baby, doch dieses dunkle Baby hat keinerlei Ähnlichkeit mit der hellblonden, blauäugigen Lilli. Von Schuldgefühlen und Neugier getrieben, begibt Maja sich auf die Spurensuche und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, das alle Gewissheiten in ihrem Leben mit einem Schlag zunichtemacht ...


Das Buch hat zwei Handlungsstränge: einmal wird die Geschichte von Maja erzählt, die in der Vergangenheit ihrer Familie gräbt und auf der anderen Seite erzählt Charlotte ihre Geschichte. Als Leserin hatte ich immer das Gefühl, Maja ein Stück voraus zu sein, was für mich die Spannung noch gesteigert hat. 

Ich mag es übrigens nicht so gerne, wenn in Rezensionen der halbe Inhalt schon erzählt wird und einem so die Spannung genommen wird, deshalb lese ich Rezensionen oft erst nach dem Lesen des Buches ;) Aber zurück zu den "Herbstvergessenen":
Das Buch ist eine Familiengeschichte, Maja muss sich mit ihrer Mutter und auch mit ihrer Großmutter auseinander setzen.  Es ist eine Beziehungsgeschichte, denn Maja hat seit mehreren Jahren einen Freund und lernt im Zuge ihrer Recherchen einen anderen Mann kennen, der sie ziemlich aus der Bahn wirft. Es ist ein Geschichtsbuch, man erfährt einiges aus der Zeit des dritten Reiches und es ist ein Krimi, in dem die Spannung bis zum Schluss gehalten wird. Ich wusste zwischendurch auch überhaupt nicht, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.
Besonders bewegend fand ich die Schilderungen von Charlotte - ich glaube, dass mich ihre Erlebnisse noch länger begleiten werden.







Hierfür gebe ich gerne 


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